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  • Trend geht hin zu B- und C-Wohnlagen, nachdem A-Lagen ausgereizt sind
  • Verlagerung von Großstädten in mittlere Zentren und in die Fläche
  • Bausubstanz und Wohlfühlfaktor spielen eine große Rolle

Eschborn, 23. März 2017 Für das laufende Jahr und darüber hinaus erwarten Investoren eine überwiegend positive Wertentwicklung auf dem Markt für Wohnimmobilien. Laut einer aktuellen Expertenumfrage der Noratis GmbH gehen 87 Prozent der Befragten von weiterhin steigenden Preisen für Wohnimmobilien in den nächsten Jahren aus. Die in Eschborn bei Frankfurt am Main ansässige Noratis GmbH ist selbst ein Bestandsentwickler von Wohnimmobilien. Hierzu erwirbt die Gesellschaft Liegenschaften mit technischem und/oder kaufmännischem Entwicklungspotenzial in Randlagen von Städten und Ballungsgebieten, unterzieht sie einer verantwortungsvollen Aufwertung, um sie anschließend zu veräußern oder im Bestand zu halten.

Wie die Umfrage ermittelt hat, sieht auch das Gros der Investoren offenbar das größte Potenzial in B- und C-Wohnlagen. Mehr als drei Viertel (78 Prozent) halten die Wertsteigerungen in A-Wohnlagen bereits weitgehend für ausgereizt und sehen das deutlich größere Potenzial in B- und C-Lagen. 63 Prozent werten diese als attraktive Investitionsgelegenheiten unter Risiko-Rendite-Gesichtspunkten. Lediglich 15 Prozent stufen B- und C-Lagen als zu risikoreich ein.

„Nachdem kaum noch A-Wohnlagen zu wirtschaftlich interessanten Einstiegspreisen zu erwerben sind, setzen immer mehr Investoren auf B- und C-Standorte. Dieser Trend ist Teil einer viel größeren Strömung, die generell von den Topmärkten hin zu Nebenmärkten geht. Wir erleben eine zunehmende Verlagerung der Investitionen von Großstädten hin zu mittleren Zentren und teilweise sogar schon in die Fläche“, sagt Igor C. Bugarski, Geschäftsführer der Noratis GmbH. Er führt weiter aus: „Wir erwarten an diesen Standorten weiterhin steigende Wertentwicklungen bei Wohnimmobilien. Das hängt damit zusammen, dass in den Toplagen kaum noch Wohnimmobilien zu wirtschaftlich attraktiven Konditionen zu erwerben sind. Folglich kommt es zu einer Ausdehnung in die Fläche mit gegebenenfalls bald ähnlichen Folgen.“

Investoren legen Wert auf Bausubstanz und Wohlfühlfaktor

Dabei legen die Investoren laut Noratis-Umfrage in allen Lagen neben der Rendite klare und nachvollziehbare Kriterien für den Immobilienerwerb an. Für 94 Prozent ist demnach die gute bauliche Substanz des Gebäudes „wichtig“, für 77 Prozent sogar ein entscheidendes Kriterium.

74 Prozent messen der Infrastruktur in der näheren Umgebung eine hohe Bedeutung bezüglich der Vermietbarkeit bei. In diesem Sinne lässt sich wohl auch verstehen, dass 87 Prozent der Befragten dem Wohlfühl­faktor in der Umgebung einer Wohnimmobilie einen hohen Wert beimessen. Für 55 Prozent hängt sogar die Investitionsentscheidung für eine Immobilie unmittelbar mit einem guten Gefühl in der Umgebung zusammen. Etwas überraschend im Hinblick auf die hohe Priorität des Wohlfühlfaktors bei den Investoren gaben lediglich 14 Prozent eine ruhige Wohngegend als einen wichtigen Faktor an.

„Investoren bevorzugen eine gute Bausubstanz, vorausgesetzt, die Rendite bleibt angemessen. Und dem Thema Wohlfühlfaktor sollte ausreichend Beachtung geschenkt werden“, fasst Noratis-Geschäftsführer Igor Bugarski zusammen.